Warnzeichen auf dem Flachdach
- Pfützen, die auch Tage nach dem Regen noch stehen.
- Blasen, Falten oder Risse in der Abdichtung.
- Offene Nähte zwischen den Bahnen.
- Gelöste Anschlüsse an Wänden, an Lichtkuppeln oder an der Attika, dem hochgezogenen Dachrand.
- Verstopfte Abläufe, Moos und Pflanzen auf der Fläche.
- Feuchte Flecken oder Schimmel an der Decke darunter.
Wichtig: Wasser wandert unter der Abdichtung oft ein ganzes Stück, bevor es innen sichtbar wird. Der Fleck an der Decke liegt deshalb selten genau unter dem Leck. Die Suche nach der eigentlichen Ursache ist Teil meiner Arbeit.
Reparieren oder sanieren?
Gezielte Reparatur
Schadstelle öffnen, trocknen, neu abdichten, undichte Anschlüsse erneuern. Reicht, wenn die Abdichtung insgesamt noch gut ist.
Sanierung auf der alten Fläche
Ist der Aufbau darunter trocken, kann die neue Abdichtung auf die vorhandene kommen. Das spart Abriss und Entsorgung.
Komplettsanierung
Zurückbauen bis auf die Unterkonstruktion, neu dämmen, Gefälle herstellen, neu abdichten. Nötig, wenn Feuchtigkeit in der Dämmung steht.
Ob die Dämmung unter der Abdichtung noch trocken ist, prüfe ich vor Ort. Davon hängt ab, welcher Weg dauerhaft funktioniert.
Welche Abdichtung passt?
- Bitumenbahnen: bewährt, robust und vielseitig, meist in zwei Lagen verlegt.
- Kunststoff- und Kautschukbahnen: leicht, sehr langlebig, gut für große Flächen.
- Flüssigabdichtung, oft auch Flüssigfolie genannt: Sie wird flüssig aufgetragen und härtet ohne Nähte aus. Ideal für schwierige Stellen wie Rohrdurchführungen, Lichtkuppeln und Anschlüsse an Türen – und für Balkone und Terrassen.
Welches Material passt, hängt vom Untergrund, von der Nutzung und von den Anschlüssen ab. Oft ist eine Kombination die beste Lösung.
Worauf es ankommt
- Gefälle: Ein Flachdach ist nie ganz flach. Damit Wasser abläuft, braucht es ein leichtes Gefälle zu den Abläufen hin. Fehlt es, lässt es sich bei der Sanierung mit einer Gefälledämmung nachrüsten.
- Entwässerung: genug Abläufe und, wo nötig, ein Notüberlauf, damit bei Starkregen kein Wasser über die Dachkante oder ins Haus drückt.
- Anschlüsse: Die meisten Lecks entstehen nicht in der Fläche, sondern an Rändern, Wänden und Durchdringungen.
Ein Flachdach kann übrigens mehr als dicht sein: Mit einer Dachbegrünung schützt es die Abdichtung, hält Regenwasser zurück und kühlt im Sommer.
So läuft es ab
- Termin vor OrtIch sehe mir Fläche, Anschlüsse und Abläufe an – kostenlos und unverbindlich.
- AngebotSie bekommen ein schriftliches Angebot mit der Lösung, die zu Ihrem Dach passt.
- AusführungBei passendem Wetter, denn eine dauerhafte Abdichtung braucht eine trockene Fläche.
- AbnahmeWir gehen das Ergebnis gemeinsam durch.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Flachdachabdichtung?
Bei guter Ausführung und regelmäßiger Pflege meist 25 Jahre und mehr, je nach Material auch deutlich länger. Zuerst geben meist die Anschlüsse nach, nicht die Fläche.
Kann man ein Flachdach im Winter abdichten?
Für eine dauerhafte Abdichtung braucht es eine trockene Fläche und je nach Material eine Mindesttemperatur. Eine provisorische Sicherung gegen eindringendes Wasser ist dagegen fast immer möglich.
Muss bei der Sanierung gedämmt werden?
Liegen beheizte Räume darunter und wird ein größerer Teil der Fläche erneuert, schreibt das Gebäudeenergiegesetz in der Regel eine Dämmung vor. Bei einer unbeheizten Garage oder einem Carport nicht.
Kann auf ein Flachdach eine Solaranlage?
Ja, auf einer Aufständerung. Wichtig ist, dass die Abdichtung dabei nicht beschädigt wird und das Dach die zusätzliche Last trägt. Steht ohnehin eine Sanierung an, ist das der beste Zeitpunkt, beides zusammen zu planen.
Flachdach prüfen lassen
Ob Garage oder Bungalow: Ich sehe mir Ihr Flachdach an und sage Ihnen, ob eine Reparatur reicht oder eine Sanierung sinnvoll ist.
